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Kontemplation

In Kontemplation fokussieren Sie ihre Aufmerksamkeit auf die Quelle des Gewahrseins. Sie erweitern das relative, limitierte Bewusstsein auf vielfältige Weise.
Der Schlüssel zur Einsicht ist die Selbstprüfung. Platon sagte: "Ein Leben, das nicht reflektiert wird, ist nicht wert gelebt zu werden."

kreativ meditation

Wenn sie sich aktiv im Gewahrsein fokussieren, akzeptieren Sie das, was gerade in der Wahrnehmung geschieht in allen Aspekten. Sind Sie vorbehaltlos einverstanden mit dem Ort, an dem Sie sich gerade befinden und bei dem, was sich gerade innerlich abspielt und sie nach Außen gerichtet tun (u. a. den Text lesen)? Können Sie kommentarlos realisieren, was in der Wahrnehmung erscheint?
Wie wird diese meditative Präsenz erreicht?
Akzeptieren Sie, dass die innere Stille, der tonlose Ton, die Quelle von Denken und Bedeutungsgebung ist? Praktisch finden Sie das heraus, indem Sie die Aufmerksamkeit vollkommen intentionslos auf das richten, was in Ihnen die Wachheit erzeugt - das formlose Gewahrsein.
Tun Sie das jetzt! Das ist einfach gesagt. Aber wie können Sie eine Geisteskontrolle erlangen, wenn Sie keinerlei Einfluss auf das Kommen und Gehen Ihrer Gedanken und Gefühle haben? Wie finden Sie den Ausschalter, wenn in Ihrem Geist ständig eine spontane Eingebung auf die nächste folgt? Kann man überhaupt seinen Gedankenfluss abschalten wie eine Glühbirne? Gibt es irgendwo den einen Lichtschalter zum Abschalten des Gedankenflusses? Angenommen, es gibt den Ausschalter: Was bringt es Ihnen, wenn Sie dann im Dunklen stehen, sitzen oder liegen?
Kann man ohne gezieltes Training per Klick in den inneren Stille-Modus wechseln? Wohl kaum.
Also muss man es auf andere Weise versuchen. Wer nicht auf Anhieb in die Stille springen kann, muss es halt Schritt für Schritt versuchen. Es gibt eine weltweit übliche Methode der Geistesberuhigung. Sie wird die Entwicklung von innerer Achtsamkeit genannt. Praktisch versuchen Sie mit voller Absicht und konzentriert den Gedankenfluss zu verlangsamen und sich auf diese Weise zu beruhigen. Aber wer kann den hüpfenden Gedankenfluss und die galoppierenden Emotionen einfach so per Vorstellung verlangsamen? Gibt es eine Bremse und falls ja, wo muss ich drauf drücken?
Eine übliche Methode, die Geschwindigkeit des Gedankenflusses zu verlangsamen ist der Versuch, sich bewusst mental vom unmittelbaren Erlebensfluss zu distanzieren. Sobald sie eine emotionale Rührung oder eine geistige Regung bemerken, sagen sie sich innerlich 'Stopp' und nehmen ihre persönliche Reaktion wahr. Wie hört sich das an? Wahrscheinlich müssen Sie viele Jahre lang mühselig und frustrierend immer wieder STOP, Stopp etc. sagen und was lernen Sie daraus? Sie können noch so oft Stopp sagen, der nächste Gedanke, die nächste Emotion ist schon im Anmarsch. Wenn kein Gedanke erscheint und Sie keine Gefühlsregung bemerken, dösen Sie vermutlich vor sich hin oder sind tot.
Letztlich können Sie nach meiner Erfahrung nicht in die Stille gehen, weil Sie als denkender Mensch in dem aufgehoben sind, was Sie als gewordene Person und die Welt wahrnehmen.
Es geht also darum, den kreativen Prozess des eigenen Denkens/Fühlens zu reflektieren. Das Denken beruht auf der Vorstellung, man sei eine eigenständige Person, die sich im Fluss der Zeit als 'Ich' in Bezug zur Umwelt setzt. Sobald Sie die Instanz erleben können, die sich die persönliche Erfahrung zuschreibt, erkennen Sie die Illusion der geschaffenen Welt. Sie erweitern ihren 'Standpunkt' in eine gefühlte Horizontlosigkeit. Wenn Sie das Kommen und Gehen von Gedanken/Gefühlen bewusst erleben, verändert sich Ihr Welt- und Icherleben. Sie können auf eine 'passive' Weise das aufnehmen, was in Ihrem Erleben geschieht. Damit nehmen Sie auf eine rezeptive Art und Weise bewusst Abstand von Intentionen und Motiven, mit denen Sie gewöhnlich identifiziert sind.
Da in den Menschen ein nicht denkendes 'emotionales Erfahrungsgedächtnis' aktiv die Wahrnehmung mitkonstelliert, müssen Sie auch die Körperempfindungen 'spüren', um nicht von ihren Assoziationen, Erinnerungen und Wünschen geleitet zu werden. Das Körpererleben ist nicht die Quelle der Aufmerksamkeit, aber es unterstützt Sie dabei, das Chaos in der Welt zu ordnen.

Letztlich besteht die Methode der kreativ meditation darin, im aktuellen Augenblicksgewahrsein die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was sich in Ihnen als ihr Selbst konstitutiert. Das ist für Menschen nahezu unmöglich, die gewöhnlich ihre Aufmerksamkeit auf die Außenwelt richten. Im wachen Zustand ist die geistige Präsenz, die es Ihnen ermöglicht, sich als Mensch in einer Umwelt zu erfahren, schon immer da. Sie erleben sich nicht als jemand, der in der Realität die Wirklichkeit kreativ erzeugt, da sich die Welt Ihnen immer als anwesend zeigt. In jedem wachen Augenblick, beginnend jeden Tag von Neuem, wenn Sie aus dem Schlaf aufwachen. Jeden Morgen, im ersten wachen Augenblick erscheinen Sie sich und die Welt mit allem, was darin erscheint.
Menschen, deren Aufmerksamkeit im Außen fokussiert ist, erleben ihr "natürliches" Dasein zusammengesetzt aus der Erfahrung  der Person und der sie umgebenden Umwelt.
Wie erfahren Sie sich und die Welt, wenn Ihnen die Wirklichkeit nicht als perfekt erscheint? Vielleicht sind Sie dann hungrig nach Beachtung, wollen andere verstehen und von anderen verstanden werden, haben Wünsche und verfolgen Interessen und wollen, dass sich Ihre Erwartungen erfüllen. Solange  Sie sich ausschließlich in dieser Außenfixierung aufhalten, bleibt die Bewusstseinsquelle unerkannt.
Wenn Sie die Aufmerksamkeit nach innen richten, beginnen Sie die in der Regel langwierige Suche nach der Quelle Ihrer Aufmerksamkeit.
Wie geht das? - Sie lernen zunächst, Ihre körperlichen Empfindungen zu beachten und zu würdigen. Sie lernen, ihre körperliche Anwesenheit als beachtenswert zu erleben, als das, was Sie 'unverstellt' erfahren. Was nehmen Sie wahr, wenn Sie das innere Geschehen wie ein unbeteiligter Zeuge beobachten? Wenn Sie ihre Gedanken wahrnehmen, aber nicht auf die anregenden Impulse reagieren? Wie wirkt das aktuelle Geschehen auf Sie? Sobald Ihnen das für einen kurzen Augenblick gelingt, glauben die meisten Menschen, jetzt sind Sie weiter. Sie bemerken auch eine psychische  Veränderung ihres Befindens, die sie als Fortschritt interpretieren.

Nun zur 'sinnlichen' Praxis: Ist es Ihnen möglich, ihre aktuellen körperlichen Empfindungen und muskulären Spannungsbeziehungen zu spüren?
Vielleicht beginnen Sie mit den Händen: Wenn Sie die Aufmerksamkeit auf die Lage und Form der Hände richten, was spüren Sie?
Ist es Ihnen möglich die Schwere des Körpers, an den Verbindungstellen zum äußeren Raum mit dem Gesäß, den Füßen, dem Rücken zu spüren? ...
Ist es Ihnen möglich, ihre Körperform, ihre Temperatur, angespannte Muskelpartien und lockere, weiche gelöste Stellen zu spüren? ...
Gelingt es Ihnen, körperliche Vorgänge auf diese Weise kohärent zu erfahren? Sobald Sie die entspannte Wahrnehmung des körperlichen Selbstgefühls verlieren und Sie bemerken dies, können Sie sich wieder darauf orientieren ...
Ist es Ihnen möglich, sich spielerisch leicht zu konzentrieren?
In einem zweiten Schritt können Sie sich nun auf das Hören konzentrieren.
Was hören Sie, wenn Sie gerade keine Außengeräusche, keinen Lärm von Außen hören?
Was hören Sie, wenn Sie 'Nichts' hören?
Sie lenken die Aufmerksamkeit nach innen und bemerken möglichweise das Kommen und Gehen von Gedanken in Ihrem Bewusstseinfeld.
Fällt Ihnen das in ihren Leib gerichtete Erkennen leicht?
Gönnen Sie sich eine Pause, wenn Sie Muskeln anspannen oder sich mental anstrengen.
Die einzelnen Gedanken verschwinden und Sie erleben dann eine lautlose Stille.
Vielleicht hören Sie eine Art Grundrauschen in den Ohren oder ein pfeifähnliches Geräusch ....?
Wie hört sich das Hören von NICHTS an, oder besser, worauf ist die Wahrnehmung gerichtet, wenn alles Gehörte bedeutungslos ist?
Vielleicht nehmen Sie das Strömen des Atems wahr ...
Achten Sie auf das, was in den sich ausdehnenden Pausen da ist, zwischen Einatmen und Ausatmen, zwischen den auftauchenden und verschwindenden Gedanken, Geräuschen ...
Was ermöglicht Ihnen, das zu hören, was Sie jetzt gerade hören?
Wie hört sich die Quelle ihrer Hörfähigkeit an?
Auf diese Weise können Sie mit einiger Übung und gehöriger Ausdauer anstrengungslos die lautlose Stille gegenwärtigen.
 

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Das Minutentraining



Wenn Sie beginnen, sich mit der Stille anzufreunden spüren Sie vielleicht eine innere Unruhe. Die Nervösität, wilde Assoziationen, störende Körperreaktionen etc. sorgen dafür, dass Sie nicht Ruhe und Entspannung erleben, sondern das Gegenteil, einen Sturm von beunruhigenden und anregenden Gedanken bis hin zu Gereiztheit. Wenn das bei Ihnen so ist, sind aktive Formen des reflexiven Selbstzugangs günstig, die im Theragogik Institut als kreativ meditation gelehrt werden.
Kreativ Meditation beinhaltet Übungen aus verschiedenen meditativen Schulen. Sie erleichtern die Realisierung der Absicht, achtsam und frei, im Bewusstsein stillen Gewahrseins, das relative Dasein in seiner Vielfalt zu genießen. Die Übungen vitalisieren, entspannen und verbessern die geistige Zentrierung im Zusammensein mit anderen.

Vier beliebte Kreativ Meditationen wurden als Audio-CD's  mit  Übungsanleitungen u. a. von Shantiprem, Joe Koinzer, Wolfgang Rieger und Asal Gerhard Schäuble produziert.
Chor und Sologesang,  verschiedene elektronische Instrumente, Flügel, indisches Harmonium, Monochord, Tambura, Muschelhörner, zahlreiche Percussionsinstrumente, darunter Djembe- und Rahmentrommeln, Oceandrums,
Gongs, Zimbeln, Rasseln, Klangschalen sowie Klänge von Kraftorten schaffen einen günstigen Rahmen für die innere Einkehr. Die CD's können zum Preis von 20 Euro zzgl. 3 Euro Versand bestellt werden




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